Luft anhalten hieß es Anfang November bei einer Veranstaltung der HOCHTIEF Infrastructure GmbH im Lyoner Quartier. Und dafür hatte sich das Mitglied der Standort-Initiative Neues Niederrad definitiv einen der Besten eingeladen. Der Apnoetaucher und mehrfache Weltmeister Tom Sietas hat in der Vergangenheit viele Male bewiesen, dass er unter maximalen Belastungssituationen maximal entspannt sein kann. Er hat den Weltrekord im Zeittauchen mit Sauerstoff aufgestellt: 22 Minuten und 22 Sekunden. Die Werkzeuge dafür wollte Sietas den Anwesenden bei der dritten Auflage von „Networking@HOCHTIEF“ in der Lyoner Straße 25 mit auf den Weg geben. Und auch FuP- und SINN-Geschäftsführer Detlef Hans Franke und Mitarbeiterin Natascha Heidenreich versuchten sich an der Aufgabe des Weltmeisters. Sie wollten möglichst lange ruhig bleiben und möglichst lange die Luft anhalten. Die erste Runde war ernüchternd.
„Corona, Kriege, all das hat die Immobilienbranche sehr getroffen“, betonte Peter Hartmann, Leiter der HOCHTIEF Infrastructure-Niederlassung Building Frankfurt bei der Begrüßung des prominenten Gastes. In der Immobilienbranche herrscht nicht nur ein harter Konkurrenzkampf, sondern bisweilen sogar ein Überlebenskampf. „Auch wir müssen uns permanent an veränderte Marktbedingungen anpassen, was uns bisher aber immer gut gelungen ist“, führte Hartmann aus. Dafür braucht es einen langen Atem und Konzentration und darum ging es deswegen auch bei der Network-Veranstaltung. Dafür hatte man sich den Apnoetaucher Tom Sietas ins Lyoner Quartier geholt.
Sietas wollte den Anwesenden die Werkzeuge dafür geben, Stresssituationen in Zukunft entspannter zu meistern. „Wer lernt mit Druck umzugehen und in der Lage ist mit Stresssituationen umzugehen, der kann auch in der Gefahrensituation klar denken“, betonte Sietas. Und dafür nötig sind im Grunde nur zwei Dinge: Richtig atmen und die Emotionen regulieren. „Was die Wenigsten verstanden haben, ist, dass die richtige Atmung wahre Wunder bewirkt“, so Sietas. Sie kann erwiesenermaßen die Anzahl der roten Blutkörperchen steigern, die Schlafqualität verbessern und auf chronische Schmerzen, Migräne und Depressionen einen positiven Einfluss haben, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Außerdem, und das war für die Veranstaltung besonders relevant: „Wir können durch die richtige Atmung unser Stresslevel beeinflussen“, sagte Sietas. Gemeinsam atmeten die Teilnehmer ein, dann aus und hielten kurz die Luft an – bis die Entspannung einsetzte.
Aber auch die Einstellung sei wichtig: „Man muss es nicht dem Zufall überlassen, mit welcher Energie man morgens das Haus verlässt!“ Der Experte forderte die Anwesenden auf, sich an einen glücklichen Moment zu erinnern, sich ganz darauf zu konzentrieren. Beides: Atmung wie Emotionen können trainiert werden. „Probiert es aus“, riet der Weltmeister. So kann man Einfluss auf seinen dauerhaften Energielevel nehmen.
Bilder: © Frank Schuppelius